Ins Internet und noch viel weiter. Worauf Du bei der Gestaltung Deiner Website achten musst.

Eine eigene Website ist mittlerweile für jedes Unternehmen Pflicht. Du kennst es wahrscheinlich selber, egal was Du tun willst, zuerst schauen wir im Internet nach. Verkauft der Laden die Marke, die ich suche? Wie sind die Bewertungen des Arztes? Was hat diese Agentur bisher so gemacht? Hat das Restaurant heute offen? Diese Liste an Fragen lässt sich fast beliebig erweitern. Du siehst also, wer keine Website hat, verliert im Kampf mit dem Konkurrenten, er bleibt einfach unsichtbar. Wie aber sollte eine gute Website gestaltet sein?

 

Das Ziel der Website

Bevor Du Dir Gedanken darüber machst, ob Deine Website bunt oder gedeckt sein soll, clean oder lebendig, musst Du Dir überlegen, was Du erreichen willst. Was soll die Website erreichen. Natürlich möchtest Du, dass Dein Unternehmen im Internet präsent ist, dass Du gesehen wirst. Aber Du willst bestimmt noch mehr. Hier einige mögliche Ziele für eine Website:

  • Über das Unternehmen informieren
  • Neue Kunden erreichen
  • Neue Aufträge bekommen
  • Rund um die Uhr für Kunden zugänglich sein
  • Produkte online verkaufen
  • Support- und Hilfeservice anbieten

 

Der Besucher der Website

Wenn wir jetzt wissen, was Du erreichen möchtest musst Du überlegen, wen du ansprechen willst. Wahrscheinlich hast Du Deine Zielgruppe schon einmal definiert. Wenn nicht, solltest Du es am besten jetzt machen. Schau Dir dazu unseren Artikel zum Thema Personas an.  Die Zielgruppe hilft dir dabei, die richtige Ansprache, die richtige Bildwelt und auch die richtige Gestaltung Deiner Website zu finden. Stell Dir vor, Deine Zielgruppe ist im Durchschnitt über 60 Jahre alt und nicht mit Computern und Internet groß geworden. Hier musst Du bei der Gestaltung der Website viel intensiver darauf achten, dass sich Deine Besucher auch auf der Seite zurechtfinden. Ein Seitenaufbau, der einem Zwanzigjährigem komplett logisch erscheint, muss für eine 65-jährige Frau noch lange nicht verständlich sein. Deine Zielgruppe spielt also eine entscheidende Rolle bei der Konzeption Deiner Website und Du wirst sehen, dass sie auch bei den Inhalten noch eine Rolle spielen wird.

 

Die Struktur der Website

Warum und für wen – diese beiden Punkte sind nun geklärt, also kann es losgehen mit dem Aufbau und der Struktur Deiner Website. Am besten schreibst Du erstmal Deine Ziele auf und notierst Dir alle Seiten, von denen Du denkst, dass sie auf der Website zu finden sein sollten. Hol Dir am besten auch Anregungen auf anderen Websites und schau Dir an, wie dort die Struktur aufgebaut wurde. Damit Du jetzt nicht den Überblick verlierst arbeitest Du am besten mit einer Mind Map. Hast Du einmal alle Seiten und Ideen aufgeschrieben ist es wichtig, das Ganze sinnvoll zu ordnen und zusammenzufassen. Dabei ist es wichtig, logisch vorzugehen und das Ergebnis auch einmal von anderen, vielleicht auch von Deinen potentiellen Kunden, begutachten zu lassen. Auf der Mind Map kannst Du die Oberkategorien und die zugehörigen Unterpunkte ganz einfach farblich markieren und miteinander verbinden. Diese Strukturierung der Website ist von großer Bedeutung. Verstehen wir den Aufbau einer Internetseite nicht oder finden uns in den Menüs nicht zurecht, werden wir die Website vielleicht vorschnell verlassen oder wir wollen etwas kaufen, finden aber den Shop nicht. Im besten Fall sucht der Besucher trotzdem weiter, wahrscheinlicher ist aber, dass er die Seite schließt und auch noch ein schlechtes Gefühl und Frustration mitnimmt. Das können wir mit einer sinnvollen Websitestruktur verhindern. Ist Deine Website nun strukturiert, halte das Ergebnis in einer Sitemap fest, um nicht selber den Überblick zu verlieren.

 

Eine Website mit Inhalt

Natürlich möchten weder Du noch ich eine Website haben, in der uns nur leere Seiten anschauen. Mit der Struktur hast Du schon grob festgelegt, was auf deiner Website zu sehen sein soll, nun geht es an die konkretere Ausarbeitung. Überleg dabei immer, was deine Besucher wollen würden. Versuch ihnen die Wünsche vom Mauszeiger abzulesen und bereits im Vorfeld zu erfüllen. Deine Besucher möchten zu allererst etwas bei dir im Shop kaufen? Dann sorge dafür, dass der Shop gut zu erreichen ist. Gibt es Fragen, die sich Deine Websitebesucher stellen könnten? Beantworte sie schon bevor die Fragen gestellt werden auf deiner Seite. Und damit niemand in einer Sackgasse landet und verzweifelt versucht Dich zu erreichen, achte darauf, dass es irgendeine Möglichkeit dazu gibt. Stellst Du Produkte vor, sorg dafür, dass es auch möglich ist, sie zu erwerben oder, dass klar wird, wo sie zu kaufen sind. Informiert Deine Website hauptsächlich, biete ein Kontaktformular an, damit dich deine potentiellen Kunden auch ansprechen können.

Vergesse nicht, die Maschine zu füttern

Bei all unseren Gedanken an die Zielgruppe und an den konkreten Besucher dürfen wir auch die stillen Algorithmen im Hintergrund nicht vergessen. Suchmaschinen wie Google durchsuchen neue Websites nach Schlüsselwörtern und markanten Inhalten. Doch das ist nicht nur dafür ausschlaggebend, dass Deine Website auch in einer Suchanfrage gefunden werden, sondern auch für das Ranking. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, mit denen Du dafür sorgen kannst, dass Deine eigene Website möglichst weit oben in den Suchlisten angezeigt wird. Diese alle hier zu besprechen würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, doch so viel sei gesagt:

Gib Google und Co. eine Chance, nutze eindeutige Seitentitel, klare Beschreibungen und Schlüsselwörter!

Ist es eine Website oder ein Farb-Fehler?

Farben sind für deine Website ganz wichtig. Niemand möchte vor einem eintönig grauen Bildschirm sitzen und immer wieder dasselbe Mausgrau anstarren. Aber bei der Verwendung von Farbe ist auch Vorsicht geboten, denn allzu schnell kann Deine Website zu einem bunten Paradiesvogel mutieren, bei dem Deine Besucher nicht mehr wissen, wohin sie zuerst schauen sollen. Also überleg Dir gut, welche und wie viele Farben Du benutzen willst.

Die Farbauswahl für Deine Website

Am besten fängst Du bei deinem Logo oder einem bereits bestehenden Corporate Design an. Hast du bereits Farben, mit denen Dein Unternehmen in Verbindung gebracht wird? Wenn ja, solltest du versuchen diese Farben in Deiner Website aufzugreifen. Willst Du auf deiner Website viele Bilder zeigen und hast eine klare Bilderwelt, dann kannst Du auch dort nach Farben suchen, die Dein Unternehmen und Deine Zeile unterstützen. Solltest Du aber noch gar nicht wissen, wo Du bei den Farben anfangen sollst, versuch doch mal ob ein Moodboard Dir nicht weiterhelfen könnte. Für die Farben einer Website ist es wichtig, dass sie zum einen auf dem Bildschirm darstellbar sind und, dass sie zu einander passen. Eine durchdachte und aufeinander abgestimmte Farbwelt hinterlässt bereits beim ersten betrachten Deiner Website einen guten Eindruck.

Setze Farben gezielt auf der Website ein

So gut unsere Farben aber auch aufeinander abgestimmt sein mögen, müssen wir sie immer noch mit bedacht verwenden. Gut funktioniert es, wenn Du wenige leuchtende und kräftige Farben mit einer Reihe passender neutraler Farben kombinierst. Hierbei sollten die kräftigen Farben für besonders gewichtige Elemente aufgehoben werden. Dazu könnten zum Beispiel Buttons, Links oder Überschriften gehören. Frag Dich auf jeden Fall immer, ob Du an dieser Stelle Farbe brauchst und warum Du genau diese verwenden willst. Dann steht einem farblich gelungenem Internetauftritt nichts mehr im Weg,

Websites zum Lesen

Die allerwenigsten Websites kommen ohne das geschriebene Wort aus. Immer wenn Du einen Text schreibst und in irgendeiner Form veröffentlichst denke vorher darüber nach, welche Schriftart du benutzt und wie du den Text zum Beispiel auf einer Buchseite platzierst. Das gleiche passiert nun auch bei Deiner Website. Zunächst einmal brauchen wir eine Schrift. Dank besseren Bildschirmen und immer mehr Web Fonts ist die Anzahl von Schriften, die uns zur Auswahl stehen in den letzten Jahren erheblich angestiegen und uns stehen nun sogar Schriften mit Serifen zur Verfügung. Welche Schriften Du benutzt hängt nicht nur von der Lesbarkeit ab, sondern auch davon, welchen Eindruck Du vermitteln möchtest und damit auch hier, wieder von der Zielgruppe. Es steht Dir natürlich frei mehrere Schriftarten zu verwenden, doch Du solltest wie bei den Farben darauf achten, dass es nicht zu viele werden und Du Dir über ihren Einsatz Gedanken machst. Typografie im Webdesign bleibt wie im Printbereich eine Feinarbeit in die man sehr viel Arbeit investieren kann. Gezielt und sparsam eingesetzt kannst Du mit großer und fetter Schrift tolle Akzente setzen und den Wiedererkennungswert deiner Website erhöhen. Bei längeren Texten solltest du auf jeden Fall darauf achten, dass sie gute Strukturiert sind, nicht zu lang und auch auf dem Bildschirm angenehm gelesen werden können.

Der Name Deiner Website

Auf jeden Fall braucht Deine Website einen Namen, bzw. eine Domain. Die beginnt in der Regel mit www und endet hier in Deutschland oft mit .de. Sicherlich bist Du selber schon mal Domains begegnet, die Du Dir kaum merken konntest. Das solltest Du bei Deiner eigenen Website vermeiden. Such Dir einen klaren und eindeutigen Namen aus, der leicht zu merken ist. Natürlich bietet sich hier Dein Unternehmensname an, aber nicht immer sind alle Namen, die wir uns wünschen auch noch verfügbar. Unter Umständen ist hier also Kreativität gefragt.

 

Usability von Websites – Testen ist besser als nicht Testen

Mittlerweile haben wir eigentlich schon fast alles kurz angesprochen, was es zum Thema Gestaltung von Websites zu sagen gibt und Deine Website hat zumindest in unseren Köpfen schon ansehnliche Formen angenommen. Sie ist quasi fertig und bereit veröffentlicht zu werden. Bevor es soweit ist, heißt es aber noch testen, testen, testen. Wir wollen schließlich, dass der Besucher von Deiner Website begeistert ist und nur gute Gefühl mitnimmt. So gut unsere Vorarbeit auch war, es können sich immer noch Fehler eingeschlichen haben, ein Formular funktioniert nicht, wie es soll oder die Navigation ist doch noch nicht perfekt. All so etwas kannst Du mit einem Usability-Test im Vorfeld herausfinden und korrigieren. Such Dir also ein paar Personen, die Deiner Zielgruppe entsprechen, und lass sie Aufgaben lösen, die die wichtigsten Aspekte Deiner Website abdecken. Bereits nach wenigen Versuchen wirst Du wissen, wo Du noch etwas ändern musst. Aber auch, wenn Deine Website schon längst veröffentlich ist, lohnt es sich ab und an, einmal einen solchen Test durchzuführen. Schließlich bleibt nichts beim Alten und auch Deine Internetseite wird sich im Laufe der Zeit verändern, schließlich solltest Du sie immer auf dem aktuellen Stand halten.

Die Website-Checklist:

Mit zwölf Punkten zur ansprechenden Website

  1. Ein klares Ziel
  2. Inhalt auf Besucher abgestimmt
  3. Eine aufgeräumte Startseite
  4. Eine klare und logische Navigation
  5. Einheitlicher Stil über alle Seiten
  6. Eine Kontaktmöglichkeit
  7. Kurze, klare Texte
  8. Nicht zu viele verschiedene Schriften
  9. Nicht zu viele Farben
  10. Bewusster Umgang mit Popup-Fenstern
  11. Sichere und schnelle Funktion der Website
  12. Auch auf mobile Geräte angepasst

Jetzt steht Deiner eignen Website nichts mehr im Weg.

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